Was ist der Leistungsfaktor einer Lampe?

Een krachtige lamp.

Eine Spezifikation, die nicht sehr häufig erwähnt wird, aber dennoch von großer Bedeutung ist, ist der Leistungsfaktor einer Lampe. Der Leistungsfaktor ist eine Zahl zwischen 0 und 1 und gibt das Verhältnis zwischen der Wirkleistung (P) und der Scheinleistung (Ps) an. Im Idealfall ist die Scheinleistung gleich der Wirkleistung (Leistungsfaktor = 1). Dann wird kein zusätzlicher Strom benötigt, damit die Lampe mit voller Leistung leuchtet. In der Praxis beträgt der Leistungsfaktor jedoch niemals genau 1.

Wie entsteht dieser Unterschied?

Der Unterschied zwischen der Wirkleistung und der Scheinleistung entsteht durch die Phasenverschiebung zwischen der Spannung (Volt) und dem Strom (Ampere). Das klingt vielleicht etwas unklar, aber kurz gesagt gilt: Je größer diese Phasenverschiebung ist, desto größer ist der unerwünschte Stromverbrauch. Ein Leistungsfaktor von 0.7 bedeutet beispielsweise, dass 30 % mehr Strom verbraucht werden, um die gewünschte Leistung der Lampe zu erreichen. In der Abbildung unten sehen Sie, wie die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom aussieht. 

Leistungsfaktor

Warum ist der Leistungsfaktor relevant?

Wenn Sie eine Lampe mit einem niedrigen Leistungsfaktor haben, beispielsweise einem Faktor von 0.5, geht ein großer Teil (50 %) der Leistung  verloren. Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn Sie bezahlen trotzdem für diesen Strom! Deshalb wird dies auch als Blindstrom bezeichnet: Sie bemerken ihn nicht, aber Ihre Lampe verbraucht insgeheim mehr Leistung als nötig. In den letzten Jahren werden immer mehr LED-Lampen mit einem Leistungsfaktor von 0.9 angeboten, was als ein ziemlich idealer Wert gilt. Bei Lampen minderer Qualität liegt dieser Faktor jedoch deutlich niedriger. Daher ist es sinnvoll, die technischen Daten der Lampe zu prüfen: Je höher der Leistungsfaktor, desto weniger Leistung geht verloren.