Was sind IP-Schutzarten?
Ein wichtiger Wert, der fast immer in den Spezifikationen einer Lampe steht, ist der IP-Wert. Aber was bedeutet dieser Wert eigentlich? In diesem Blog erzählen wir Ihnen alles, was Sie über IP-Werte wissen müssen und wann dieser Wert für Sie hilfreich ist.
IP-Werte
IP steht für International Protection und gibt an, wie gut die Lampe gegen Flüssigkeiten oder feste Stoffe geschützt ist. Der IP-Wert besteht immer aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer steht für den Schutzgrad gegen feste Partikel wie Staub. Die zweite Ziffer steht für den Schutzgrad gegen Feuchtigkeit und Wasser. Für viele Innenräume ist ein Wert von IP20 bereits ausreichend; das bedeutet, dass die Lampe staubgeschützt ist. Für feuchte Räume wie Badezimmer oder für Außenbeleuchtung sind häufig höhere IP-Werte empfehlenswert.
Beispiele für IP-Werte
Im Bereich der Beleuchtung werden Sie häufig auf die folgenden IP-Werte stoßen:
- IP20: Staubgeschützt
- IP21: Tropfwassergeschützt
- IP23: Regenwassergeschützt
- IP44: Spritzwassergeschützt (geeignet für den Bereich rund um die Badewanne und geschützte Stellen)
- IP54: Spritzwassergeschützt und staubgeschützt
- IP65: Geschützt gegen Wasserstrahlen
- IP67: Staubgeschützt und gegen zeitweiliges Untertauchen für 30 Minuten geschützt (geeignet für Teichbeleuchtung oder in der Dusche)
- IP68: Staubgeschützt und gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt (kann allen Witterungseinflüssen ausgesetzt werden)
Welchen IP-Wert wähle ich für das Badezimmer?
Für Anwendungen in einem Badezimmer oder anderen feuchten Räumen können wir die Beleuchtung in 3 Kategorien einteilen. Kategorie 1 umfasst alle Lampen, die in der Nähe der Dusche oder Badewanne hängen. Hier gibt es häufig viel Feuchtigkeit und Wasser. Um gefährliche Situationen zu vermeiden, ist es in dieser Kategorie daher sinnvoll, Lampen mit einem Wert von mindestens IP65 zu wählen. So ist die Lampe gut gegen Wasser geschützt.
Kategorie 2 umfasst Lampen, die beispielsweise rund um das Waschbecken und die Badewanne hängen. An diesen Stellen können die Lampen weiterhin direkt mit Wassertropfen in Berührung kommen. Für diese Kategorie wird ein Wert von mindestens IP44 empfohlen.
Kategorie 3 umfasst alle übrigen Lampen im Badezimmer (oder im feuchten Raum). Die Lampen werden hier keinen direkten Wasserstrahlen ausgesetzt, müssen aber dennoch vor Kondenswasser geschützt sein. Für diese letzte Kategorie sorgt ein Wert von mindestens IP21 für größtmögliche Sicherheit und eine lange Lebensdauer der jeweiligen Lampe.
Welchen IP-Wert wähle ich für den Außenbereich?
Außenbeleuchtung muss natürlich gut gegen verschiedenste Witterungseinflüsse geschützt sein. Daher ist es besonders bei Außenbeleuchtung wichtig, auf den IP-Wert einer Lampe zu achten. Auch im Außenbereich können wir die Beleuchtung in 3 Kategorien einteilen. Zunächst gibt es Kategorie 1, zu der Lampen gehören, die allen Witterungseinflüssen standhalten müssen. Diese Lampen benötigen natürlich einen hohen Wert, nämlich mindestens IP65. Möchten Sie Beleuchtung in einem Teich anbringen? Dann wählen Sie mindestens IP67. Diese Beleuchtung kann nämlich in Wasser eingetaucht werden.
Kategorie 2 umfasst Lampen, die nahe an einer Wand oder einem Dach angebracht werden. Dadurch sind die Lampen noch einigermaßen geschützt, dennoch wird ein Wert von mindestens IP44 empfohlen. Die letzte Kategorie, Kategorie 3, umfasst alle Lampen, die wirklich geschützt aufgehängt werden. Denken Sie beispielsweise an Lampen auf einem überdachten Balkon. Diese Beleuchtung kommt nicht direkt mit extremen Witterungseinflüssen, aber dennoch mit Feuchtigkeit in Kontakt. Daher wird empfohlen, für diese Lampen einen Mindestwert von IP23 zu wählen.
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